21-Karten-Trick: der 3-Stapel-Trick Schritt für Schritt
Anfänger05.04.2021 · 4 Min. Lesezeit · Überarbeitet 04.05.2026
Du brauchst nur 21 Karten: Der 3-Stapel-Trick läuft rein mathematisch ab, kann nicht schiefgehen – und hier steht auch, warum er funktioniert.

Auf einen Blick
Warum solltest du diesen Kartentrick lernen?
Der Trick funktioniert rein mathematisch – du kannst ihn nicht verpatzen, selbst wenn du nervös bist. Der ideale erste Trick, den du überhaupt zeigst.
Dieser Kartentrick ist einer der ersten die ich selbst gelernt habe. Er ist hervorragend für Anfänger ohne jegliche Vorkenntnisse geeignet und in seiner Umsetzung sehr einfach. Alles, was für diesen Kartentrick benötigt wird, sind 21 Karten – dabei spielt es keine Rolle aus welchem Deck sie stammen, sie sollten nur unterschiedlich sein und den selben Kartenrücken haben. Sprich ein gewöhliches Poker- oder Skatdeck ist vollkommen ausreichend.
Nun aber los. Dieser Trick ist ein mathematischer Kartentrick, das heißt er läuft immer gleich ab – und das ohne jegliches „magisches" Einwirken des Zauberers, sondern nur aufgrund eines festen Prinzips.
Effekt:
Der Zauberer bittet seinen Zuschauer eine aus 21 Karten zu ziehen. Die Karte wird danach wieder ins Kartenspiel gemischt, sodass lediglich der Zuschauer seine Karte kennt. Der Zauberer verteilt die 21 Karten aufgedeckt auf drei Stapel und fragt den Zuschauer anschließend, in welchem der Stapel sich dessen Karte befindet. Dies wird noch zwei weiter Male wiederholt. Der Zauberer beginnt danach ein viertes Mal, die Karte zu verteilen und errät die Karte des Zuschauers, als er diese aufdeckt.
Erklärung & Durchführung Schritt für Schritt:
Wie bereits erwähnt, zählst du für diesen Kartentrick 21 Karten ab. Dann kannst du den Kartentrick starten.
Zuschauer zieht eine Karte:
Lasse deinen Zuschauer eine Karte ziehen und diese danach wieder im Kartendeck verstecken. Dabei ist es völlig egal, wo er diese versteckt – er darf auch gerne noch einmal mischen. Wenn du selbst mischst, nimm eine Methode, die du sicher beherrschst: Sechs davon stehen im Guide zum Karten mischen.
Karten auf drei Stapel verteilen:
Decke die Karten nacheinander auf drei Stapel auf und sage deinem Zuschauer, dass er darauf achten soll, in welchem der Stapel sich seine Karte befindet.
Wichtig: Immer von links nach rechts aufdecken.

Zuschauer wählt den Stapel:
Wenn du fertig ausgeteilt hast, fragst du deinen Zuschauer nach dem Stapel.

Stapel zusammenfügen:
Drehe die drei Stapel um und bringe sie wieder zusammen, bevor du den Vorgang zwei weitere Male wiederholst. Wichtig hierbei ist, dass der Stapel, in dem sich die Karte des Zuschauers befindet, beim Zusammenfügen zwischen den anderen beiden Stapeln platziert wird.

Vorgang wiederholen:
Beginne erneut, die Karten auszuteilen, und wiederhole den Vorgang. Nachdem du diesen insgesamt dreimal durchgeführt hast, kannst du ein viertes Mal beginnen. Zähle dabei die Anzahl der aufgedeckten Karten mit, denn die elfte Karte, die du aufdeckst, ist die des Zuschauers!
Auflösung:
An dieser Stelle kannst du zum Beispiel noch eine Wette abschließen oder den Trick anderweitig auflösen.
Warum der Trick funktioniert
Das ist die Frage, die dir dein Zuschauer als Erstes stellt – und die Antwort macht den Trick für dich selbst erst interessant.
Der Schlüssel ist das Zusammenlegen: Der genannte Stapel kommt immer in die Mitte. Dadurch liegen die sieben in Frage kommenden Karten danach zwingend auf den Positionen 8 bis 14 des Päckchens. Jeder weitere Durchgang verkleinert diesen Bereich.
Nach dem ersten Durchgang weißt du: Die Karte ist eine von sieben, und sie liegt zwischen Position 8 und 14.
Nach dem zweiten Durchgang sind nur noch drei Positionen möglich – 10, 11 und 12. Beim Austeilen verteilen sich die sieben Kandidaten auf die drei Stapel, sodass der genannte Stapel höchstens drei von ihnen enthält. Landet er wieder in der Mitte, rücken diese drei zwangsläufig in die Mitte des Päckchens.
Nach dem dritten Durchgang bleibt genau eine Position übrig: die 11. Die drei verbliebenen Kandidaten landen beim letzten Austeilen in drei verschiedenen Stapeln, jeweils an derselben Stelle im Stapel. Welchen Stapel dein Zuschauer also auch nennt – nach dem Zusammenlegen liegt seine Karte auf Platz 11, exakt in der Mitte von 21 Karten.
Sieben, drei, eins. Deshalb sind es genau drei Durchgänge, und deshalb funktioniert der Trick auch dann, wenn du selbst gar nicht mitdenkst. Wenn dich diese Art von Trick interessiert, ist der Trick mit dreimal Abheben der logische nächste Schritt.
Fazit:
Ich hoffe, der Trick hat dir gefallen und wünsche viel Spaß beim Zaubern! Falls du einen weiteren mathematischen Trick lernen möchtest, kann ich dir meinen „Dreimal abheben"-Trick oder den Trick empfehlen, bei dem die Karte an einer frei genannten Position auftaucht. Wenn du dich etwas mehr mit Kartentricks und der Magie dahinter befassen möchtest, kann ich dir dazu meine Kartentricks-Übersicht empfehlen. Du wirst merken, dass du bereits nach kürzester Zeit noch bessere Reaktionen von deinen Zuschauern bekommst!
Moritz
Ich schreibe seit September 2020 auf karten-tricks.de. Kein Berufszauberer — ich erkläre Kartentricks so, wie ich sie damals selbst gebraucht hätte, und übe jeden davon, bevor er hier steht.
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