Ambitious Card Routine: Ein Kartentrick Klassiker erklärt

Mittel05.10.2020 · 3 Min. Lesezeit · Überarbeitet 04.05.2026

Die Ambitious Card Routine ist wahrscheinlich der bekannteste Kartentrick überhaupt. Ich erkläre dir hier wie auch Du ihn lernen kannst!

Ambitious Card Routine – Karte springt nach oben

Auf einen Blick

Schwierigkeit
Mittel
Dauer zum Lernen
2 Stunden
Kartendeck
Standard (z.B. Bicycle)
Vorbereitung
Keine (Impromptu)

Warum solltest du diesen Kartentrick lernen?

Eine Routine statt eines einzelnen Effekts: Die Karte kommt immer wieder nach oben, und mit jeder Phase wird das Unmögliche unmöglicher.

Was ist die Ambitious Card Routine?

Die Ambitious Card Routine ist ein echter Klassiker unter den Kartentricks. Der Zuschauer zieht eine Karte und diese springt immer wieder nach oben.

Schritt-für-Schritt Anleitung

Im Regelfall entwickelt jeder Zauberer über die Zeit hinweg seine eigene Routine, deshalb gibt es für diesen Trick keine mustergültige Lösung. Im Endeffekt werden einfach mehrere Möglichkeiten eine Karte nach oben zu befördern hintereinander ausgeführt. Zwischen den Durchgängen lohnt sich ein falsches Mischen: Es setzt den Effekt zurück, ohne die Ordnung zu zerstören.

Meine Ambitious Card Routine

Ich beginne meine Ambitious Card Routine ganz simpel: Ich lasse den Zuschauer eine Karte ziehen. Während er die Karte betrachtet, hole ich mir einen Pinky Break (Pinky Break lernen) unter der obersten Karte und hebe diese leicht an. Dann bitte ich den Zuschauer mir seine Karte zu geben und stecke diese unter die oberste Karte, an die zweite Stelle des Decks.

Der Pinky Break: Der kleine Finger hält einen schmalen Spalt zwischen den beiden Kartenhälften

Als Nächstes mache ich einen Double Lift. Ich drehe also anstelle der obersten Karte die ersten zwei Karten um und der Zuschauer sieht seine Karte.

Double Lift: Zwei Karten werden als eine umgedreht, der Zuschauer sieht seine Karte oben liegen

Dann drehe ich die Karten wieder um und lege sie zurück auf den Stapel. Der Zuschauer denkt nun, seine Karte würde ganz oben liegen, tatsächlich liegt sie aber an zweiter Stelle. Ich erkläre ihm, dass wir den Trick noch einmal wiederholen. Ich nehme die oberste Karte und stecke sie in die Mitte des Decks — es ist nicht seine, der Zuschauer weiß dies aber natürlich nicht. Diesmal brauche ich also gar nichts zu tun und der Zuschauer darf gerne alles überprüfen. Die Zuschauer-Karte liegt jetzt tatsächlich an oberster Stelle, da ich lediglich die darüberliegende im Deck verschwinden ließ.

Im nächsten Schritt führe ich einen Pass durch und befördere die Karte so sehr visuell nach oben – eine fortgeschrittene Technik, für die du erst die Grundgriffe der Fingerfertigkeit sicher beherrschen solltest. Du kannst diesen Schritt aber auch gerne überspringen oder durch einen anderen ersetzen.

Im letzten Schritt führe ich eine Misdirection durch. Während der Zuschauer nicht aufpasst, stecke ich seine Karte in meinen Mund. Dies mache ich folgendermaßen: Ich befördere die Karte des Zuschauers, wie in Schritt Eins wieder an die zweite Stelle im Kartendeck. Ich teile das Deck in zwei Hälften — die Hälfte mit der Zuschauer-Karte an zweiter Stelle ist in meiner linken Hand. Die andere Hälfte breite ich in meiner (rechten) Hand etwas aus und stecke anschließend die oberste Karte des anderen Stapels so hinein, dass sie noch heraussteht. Da der Zuschauer ja erneut davon ausgeht, dass an oberster Stelle seine Karte lag, denkt er, dass diese nun in dem anderen Stapel steckt.

Das Deck wird zwischen beiden Händen aufgefächert, eine Karte steht seitlich hervor

Als Nächstes bewege ich die Hand mit der abstehenden Karte in Richtung Zuschauer und schiebe an seiner Schulter die Karte in das Deck. Während der Blick des Zuschauers auf die sich nähernde Hand fixiert ist, schiebe ich unbemerkt die oberste Karte des Stapels in der anderen Hand (= die Zuschauer-Karte) zwischen meine Lippen. Jetzt muss ich nur noch darauf warten, dass der Zuschauer seine Karte zwischen meinen Lippen erkennt. Ein super toller Effekt, der jeden Zuschauer verblüfft.

Ich hoffe, dir hat meine Routine gefallen! Hinterlasse mir gerne etwas Feedback im Kommentarbereich und beschreibe deine eigene Routine!

Meine Hände mitten im Werm-Cut

Moritz

Ich schreibe seit September 2020 auf karten-tricks.de. Kein Berufszauberer — ich erkläre Kartentricks so, wie ich sie damals selbst gebraucht hätte, und übe jeden davon, bevor er hier steht.

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