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Chicago Opener: Der Beste Kartentrick der Welt erklärt

04.01.2021 · 4 Min. Lesezeit · Überarbeitet 04.05.2026

Der Chicago Opener wird oftmals als der beste Kartentrick der Welt bezeichnet. Finde heraus, wie er funktioniert und probier dich selbst!

Chicago Opener – Kartentrick

Auf einen Blick

Schwierigkeit
Mittel
Dauer zum Lernen
15 Minuten
Kartendeck
Standard (mit 1 extr. Farbkarte)
Vorbereitung
Gering (1-Zusatzkarte)

Warum solltest du diesen Kartentrick lernen?

Er liefert einen unglaublichen Farbwechsel-Effekt, ist extrem visuell und provoziert eine extrem starke Zuschauerreaktion – der perfekte Opener, um dein Publikum sofort in den Bann zu ziehen!

Im Folgenden wird der Chicago Opener, auch als der beste Kartentrick der Welt bekannt, erklärt.

Geschichte:

Der Kartentrick wurde in seiner Rohform erstmals 1950 mit dem Titel "heißer Karten Trick Nr. 1" veröffentlicht. Bekannt wurde der Trick allerdings erst 1972 nachdem der Chicago Opener von Frank Everhart in "Million Dollar Card Secrets" abgedruckt wurde.

Effekt:

Bei diesem Kartentrick zieht der Zuschauer eine beliebige Karte. Die Rückseite dieser Karte verändert dann ihre Farbe (zum Beispiel von Blau nach Rot). Die erste Karte wird zur Seite gelegt, danach eine zweite gewählt. Die zuerst ausgewählte, beiseite gelegte Karte, verwandelt sich dann in die zweite Karte.

Erklärung:

Voraussetzungen:

Bevor der Trick beginnen kann, müssen am Kartendeck ein paar Vorkehrungen getroffen werden. Suchen sie in ihrem Kartenspiel die Karte, welche auch auf der andersfarbigen abgebildet ist (zum Beispiel Herz Sieben). An die unterste Stelle des Kartendecks legen sie nun die andersfarbige Karte, direkt darüber die gleichwertige, normale Karte. Nun kann der Trick beginnen.

Durchführung:

Nachdem das Deck erfolgreich präpariert wurde, geht es nun mit dem Vorführen los. Lasse deinen Zuschauer eine beliebige Karte ziehen. Nachdem sich der Zuschauer die Karte eingeprägt hat, legst du sie wieder oben auf den Stapel und lässt deinen Zuschauer dann einmal abheben. Als nächstes lässt du deinen Zuschauer schnippen, klatschen oder aber zum Beispiel auch einen Zauberspruch aufsagen – dieser Teil ist völlig dir überlassen. Du kannst jetzt erklären, dass sich eine der Karten verändert hat, während du vor seinen Augen einmal durch alle Karten gehst. Der Zuschauer wird dabei erkennen, dass sich eine Rückseite verändert hat.

Blau Karten sind aufgefächert, dazwischen eine rote Karte

Die vom Zuschauer gezogene Karte befindet sich direkt unter der andersfarbigen. Alle Karten, die sich über der farbigen befinden, bringst du nun wieder nach ganz unten und führst dann einen Double Lift durch. Dein Zuschauer sieht nun seine Karte und denkt, dass sich die Rückseite verändert hat.

Doppelte Karte wird dem Zuschauer gezeigt

Du drehst die Karten dann wieder um und legst sie wieder zurück auf den Stapel. Deinem Zuschauer kannst du erklären, dass du den Trick noch ein zweites Mal durchführst. Tatsächlich läuft der Trick dieses Mal etwas anders ab. Die andersfarbige Karte, die aktuell ganz oben liegt, legst du nun beiseite, zum Beispiel auf einen Tisch vor euch. Du kannst sie aber auch deinem Zuschauer wie auf dem Foto zwischen die Hände legen. Passe nur auf, dass er sie nicht umdreht, denn die Karte ist nicht die, für die er sie hält. Als nächstes führst du einen Hindu Shuffle durch. Du zwingst dem Zuschauer dabei die unterste Karte im Kartendeck auf.

Aufgezwungene Karte wird Zuschauer gezeigt, rote Karte liegt auf dem Tisch

Diese hat den selben "Kartenwert" wie die Karte, die ihr zuvor beiseite gelegt habt. Du lässt die aufgezwungene Karte also wie zuvor durch abheben wieder im Deck verschwinden. Nach einem Schnippen oder Klatschen gehst du dann wieder alle Karten durch und suchst nach einer veränderten Karte – bis du bemerkst, dass die andersfarbige Karte bereits außerhalb des Decks ist.

Peak Ass liegt offen auf dem Tisch

Der Zuschauer kann die Karte nun umdrehen und wird die erkennen, dass die Karte, die er vorher noch für eine andere hielt nun die zuletzt aufgezwungene Karte ist.

Fazit:

Nun zu der Frage, ob der Chicago Opener tatsächlich der beste Kartentrick ist: Höchstwahrscheinlich nicht. Es ist außer Frage, dass es sich bei diesem Trick um einen Klassiker handelt, der auch wirklich immer tolle Reaktionen hervorruft – aber ob das reicht für diesen Titel? Schlussendlich liegt es im Auge des Betrachters.

Falls Du jetzt einen weiteren Kartentrick Klassiker lernen wollt, kann ich die Ambitious Card Routine empfehlen. Diese verwendet größtenteils dieselben Techniken wie der Chicago Opener. Viel Erfolg!

M

Moritz

Seit über 10 Jahren beschäftige ich mich mit Kartentricks und Kartenmagie. Auf karten-tricks.de teile ich alles was ich gelernt habe - kostenlos und auf Deutsch.

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